Berlin, 30. August 2025 – In einem Offenen Brief hat sich die Deutsche Juristische Gesellschaft für Tierschutzrecht (DJGT) e. V. gestern – gemeinsam mit anderen Tierschutzorganisationen und der Vertreterin der katholischen Bistümer im Lande Hessen – wegen der geplanten Abschaffung des Hessischen Tierschutzbeirats an den Hessischen Landwirtschaftsminister und dessen Staatssekretär gewandt.
Die aktuell geplante Abschaffung des Hessischen Tierschutzbeirats hätte eine deutlich negative Signalwirkung in Hessen und über Hessen hinaus. Der Hessische Tierschutzbeirat ist im Jahr 1992 geschaffen worden und war bundesweit das erste Gremium dieser Art. Hessen ist damit Vorreiter der Stärkung des Tierschutzes und Vorbild für alle anderen Bundesländer, in denen später auch Tierschutzbeiräte geschaffen wurden.
„Die in dem Tierschutzbeirat vorhandene tierschutzfachliche Expertise kann eine wertvolle Quelle für die Landesregierung sein, die der Tierschutzbeirat berät und ihr Vorschläge unterbreitet, wie der Tierschutz konkret gestärkt werden kann“, so die Stellvertretende Vorsitzende der DJGT, Dr. Barbara Felde, die selbst in dem Gremium vertreten war.
„Damit den Tieren eine Stimme gegeben werden kann und sie und ihre Belange besser repräsentiert werden können, braucht es unbedingt weiterhin einen Hessischen Tierschutzbeirat, der organisatorisch aber auf neue, strukturierte und effektive Füße gestellt werden sollte“, so Felde weiter.
Das Hessische Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt, Weinbau, Forsten, Jagd und Heimat (HMLU) plant, den Hessischen Tierschutzbeirat nach der aktuell endenden Berufungsperiode nicht mehr einzuberufen und ihn damit abzuschaffen.
Die Pressemitteilung vom 30. August 2025 ist hier abrufbar. Der Offene Brief an Herrn Minister Jung und Herrn Staatssekretär Ruhl ist hier abrufbar.











