Die Berliner Tierschutzbeauftragte, Dr. Kathrin Herrmann, führt wieder interessante Veranstaltungen zum Tierschutz durch, die jeweils online besucht werden können:

Am Montag, den 4. März trägt Diana Gevers zum Thema „Umgang mit Jungvögeln“ vor: https://www.eventbrite.co.uk/e/wildtiere-in-der-stadt-umgang-mit-jungvogeln-tickets-801327390797?aff=erelexpmlt

Frühlingszeit ist Brutzeit – gerade in Berlin bedeutet das eine sehr stressige Zeit für die Vogel-Eltern und auch die Tier- und Vogelschutz-Expert:innen. Diana Gevers zeigt am Montag, den 4. März 2024 um 19 Uhr auf, wie wir die Sprache der Vögel besser verstehen und wirklich helfen können. Außerdem erklärt sie die gesetzlichen Hintergründe, denn auch Kidnapping von Wildvögeln ist strafbar. Diana Gevers ist studierte Landschaftsökologin und bietet gemeinsam mit den ehrenamtlichen Kolleg:innen der NABU Bezirkgruppe Berlin-Mitte Vogelstimmenführungen für Anfänger:innen („After-Work-Birding“) an, die gespickt sind durch allerlei wissenswerte und witzige Anekdoten.

 

Am Dienstag, den 26. März stellt Rechtsanwältin Christina Patt von der DJGT Ihren Artikel „Wieviel Freiheit verträgt die Jagd heute noch“ vor: https://www.eventbrite.co.uk/e/wildtiere-in-der-stadt-wieviel-freiheit-vertragt-die-jagd-heute-noch-tickets-783357482317?aff=erelexpmlt

In mehreren Bundesländern wird derzeit wieder über Novellen ihrer Landesjagdgesetze diskutiert. In Rheinland-Pfalz wurde im letzten Jahr ein Entwurf vorgelegt, der u.a. zum Ziel hat, das mit Grund und Boden verbundene Jagdrecht weiterhin als vermögenswertes Recht zu schützen und die Eigenverantwortung der Grundeigentümerinnen und Grundeigentümer als Inhaberinnen und Inhaber des Jagdrechts zu stärken. Ähnliches wird aktuell in Mecklenburg-Vorpommern diskutiert. Auf der anderen Seite wird immer deutlicher, welche Bedeutung gesunde Ökosysteme als unsere natürlichen Lebensgrundlagen für die Allgemeinheit haben. Die Wildtiere eines Ökosystems tragen dabei maßgeblich zum Funktionieren des jeweiligen Systems bei, ihre Bejagung stellt immer auch einen Eingriff in das jeweilige Ökosystem dar. Der Beitrag hinterfragt daher wieviel persönliche Freiheit und Eigenverantwortung die Einräumung eines vermögenswerten Rechts, wie das Jagdausübungsrecht, verträgt.

 

Auch zum Thema „Nachhaltige Tierschutzarbeit“ gibt es im März eine Veranstaltung: Am Mittwoch, den 6. März führt Timo Luthmann die Kernkonzepte des Nachhaltigen Aktivismus ein und diskutiert die Wichtigkeit der Stresspsychologie: https://www.eventbrite.co.uk/e/29-berliner-tierschutzforum-uber-nachhaltige-tierschutzarbeit-tickets-783343119357?aff=erelexpmlt

Timo Luthmann (Jg. 1977) ist seit dreißig Jahren in linken sozialen Bewegungen aktiv. Er hat das Buch „Politisch aktiv sein und bleiben. Handbuch Nachhaltiger Aktivismus“ (2018/unrast) geschrieben und das Buch „Befreiung neu denken. Mit erzählungsbasierter Stratgie Kampagnen gewinnen und die Welt verändern“ (2020/unrast) herausgebracht. Neben seiner Arbeit als Autor arbeitet er als Campaigner und beschäftigt sich aktuell mit Wassergerechtigkeit in der Klimakrise beim Klima*Kollektiv e.V.